JOBANGEBOTS-BETRUG
Wenn es unaufgefordert über WhatsApp, SMS oder Telegram mit einem Tagessatz kam: ja. Echte Recruiter schreiben Fremde nicht kalt an. Echte Jobs zahlen nicht dafür, „Hotels zu bewerten" oder „Produktbewertungen zu pushen". Und kein echter Arbeitgeber verlangt jemals, dass Sie ihn zuerst bezahlen.
Drei Varianten
Der Task-Scam zielt auf Ihr Geld. Der Fake-Recruiter zielt auf Ihre Identität. Der Umverpackungs-Job macht Sie zum Geldwäsche-Maultier und Sie werden strafrechtlich verfolgt.
So funktioniert der Task-Scam
Warnzeichen
Was tun
Was nicht tun
Kurze Fragen
Betrüger imitieren echte Firmen. Der richtige Test ist nicht, ob die Firma existiert, sondern ob der Kontakt von der echten Firmen-Domain kommt und dem echten Einstellungsprozess folgt. Schreiben Sie der Personalabteilung an die öffentliche Adresse auf der Firmen-Website und bitten Sie um Bestätigung, dass die Rolle existiert und der Recruiter echt ist. Echte HR antwortet binnen weniger Werktage.
Das ist der Köder und der emotional teuerste Teil des Betrugs. Die 30 € lassen Sie dem System vertrauen. Sobald Sie vertrauen, zahlen Sie größere Beträge ein, um „höhere Stufen freizuschalten". Durchschnittliche Verluste liegen zwischen 3.000 € und 50.000 € pro Opfer, manchmal viel mehr. Die 30 € waren ihr Werbebudget.
Ihr Ausweis kann genutzt werden, um Konten zu eröffnen, Kredite aufzunehmen oder Leistungen in Ihrem Namen zu beantragen. Informieren Sie die SCHUFA, sperren Sie Ihre Bonität und prüfen Sie Bank- und Steuerunterlagen auf Auffälligkeiten. In Deutschland können Sie den Ausweis als kompromittiert beim Bundesverband der Verbraucherzentralen melden. Erstatten Sie Anzeige, damit Sie Dokumentation haben, falls später ein betrügerisches Konto eröffnet wird.
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